explorhino bringt MINT-Bildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung zusammen

„Schlage nur so viel Holz, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!“ So prägte Hans Carl von Carlowitz den Begriff der Nachhaltigkeit und damit ein Leitbild für das 21. Jahrhundert – als ein Weg, um auch zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Um bereits Kinder für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, hat die Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Heidehof Stiftung  das Programm „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ aufgelegt. explorhino erhält von der Baden-Württemberg Stiftung für die kommenden zwei Jahre Unterstützung für die Umsetzung ihres Modellprojekts.

Was aber hat Nachhaltige Entwicklung mit Physik und Ingenieurskunst zu tun? Dies wird besonders deutlich bei der Betrachtung der Wirkung von Digitalisierung und Industrie 4.0 auf unsere Gesellschaft. Die auftretenden Phänomene berühren jeden und alle Lebensbereiche. Sie beeinflussen die Wirtschaft ebenso wie alles Soziale. Mit dem neuen Projekt möchte explorhino im Einklang mit seinem naturwissenschaftlich-technischen Bildungsauftrag Kindern nachhaltiges Handeln näher bringen. Es möchte MINT-Bildung und Nachhaltigkeit zusammenführen, damit zukünftig trotz oder durch neue technische Errungenschaften der Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem stimmt. Das erfordert technische Lösungen, die zukünftige Generationen vor Schaden bewahren. Ein wissender und sensibler  Techniknachwuchs kann diese Lösungen finden.

Für dieses Zusammenführen nimmt nicht nur explorhino Aspekte der BNE in seine Aktionen auf, nein es trägt auch MINT-BNE-Bildung in Einrichtungen, die sich zwar schon für BNE stark machen, MINT aber noch auf eine zu kleine Themenauswahl beschränken.

Ein erster Schritt im neuen Projekt ist eine einzigartige Kooperation mit dem Theater der Stadt Aalen.  explorhino greift aus dem Kinderstück „Himmel und Hände“ von Carsten Brandau physikalische Naturphänomene heraus. Im Anschluss an die Aufführung erforschen die Kinder diese Phänomene und setzen sie in den Kontext der Nachhaltigkeit. Wie ist das mit Tag und Nacht? Wie kann es sein, dass Figur A das Leben von Figur O beschleunigt, indem Figur A die Sonne immer schneller um die Erde jagt? Für dieses Kooperationsprojekt hat explorhino den Preis der GVS-Initiative „Energie für Bildung“ 2016 erhalten.

Als nächstes wurde im Juni 2016 eine Kooperation mit dem Interkulturellen Garten Aalen begonnen. Seit der Auftaktveranstaltung, einer Feier des „Tag der kleinen Forscher“ mit 50 Kindern und deren Eltern im Interkulturellen Garten, findet beinahe ein Jahr lang monatlich ein Forschernachmittag für Kinder aus dem Interkulturellen Garten, dem Treffpunkt Rötenberg und viele Gäste statt.

Geplant sind weitere Kooperationen mit verschiedenen außerschulischen Partnern, die Ausarbeitung einer Multiplikatoren-Fortbildung „MINT-Bildung zur Förderung Nachhaltiger Entwicklung“ sowie Angebote für Schulklassen zu den Themen „Boden“, „ Sonne“, „Luft“ , „Wasser“ und „alternative Energien“.